Peleponnes Tag 8: Nafpliou, Sector Neraki

Um Morgen dem Flughafen näher zu sein, haben wir uns auf den Weg Richtung Korinth gemacht, mit einem Abstecher nach Nafpliou, zum klettern. Ausgesucht haben wir uns den Sector Neraki, der sich mit blauen Himmel, Sonnenschein und wunderbaren Meerblick von seiner besten Seite zeigt. Zum parken ist um diese Jahreszeit genug Platz, sieht aus als könnte man hier wildcampen, es stehen ein paar Campingbusse hier. Am Fels angekommen, machen wir ein paar Touren im grauen Gestein, die wieder mal piecksig, griffig, aber auch etwas abgespeckt und trotzdem ganz nett sind. Im roten Kalkbereich sind die Routen sehr abgespeckt und nicht so dolle, zumindest die Leichten. Nafpliou ist Einzugsgebiet von Athen, denke die Fluktuation an dem Fels ist recht hoch. Die graue 6b (Kastoras), mit knackigem Einstieg ist superschön.

Fazit: Denke andere Gebiete sind attraktiver zum klettern, trotzdem sind ein paar nette Routen dabei. Zum schwimmen und sonnenbaden ein geniales Plätzchen.

Kälter als gedacht, aber ein Träumchen.

 

Peloponnes Tag 7: Sector Zobolo

Statt Regen haben wir heute Sturm, und das nicht zu knapp. Begonnen im Sector East Zobolo mit 4 Routen, die irgendwie alle gleich spitz und aua waren (und keinen Wiedererkennungswert) sind wir, nachdem wir in den Routen weggepustet wurden, wieder rüber auf die andere Seite. Nach einer weiteren Fingeraua „Finikodasos“ war ich etwas down und hatte erst mal kein Bock mehr auf die spitzen, scharfen Dinger. Nach einem Ausflug in den Sector Aspa sind wir in die „Vourogiorgis the Pirate“ 6a und die „Opa“ 6c+ eingestiegen und waren begeistert. Die Einstiege wirklich knackig, war der Rest reine Genusskletterei. Und: Kein Fingeraua, einfach toll. Am Ende haben wir noch einen Abstecher zum Fossil Forrest gemacht, allerdings hatten wir uns das doch ein bißchen anders vorgestellt. Die Fossilien haben wir gesucht und… naja, waren das die Muscheln im Beton? Vielleicht hätten wir uns etwas eingehender mit der Materie beschäftigen müssen 😉

Fazit: Fantastischer Fels, nichts abgegriffen, für jeden etwas zum austoben dabei. Hier kann man locker 2-3 Tage verbringen.

Man hat einen wunderbaren Blick auf´s Meer

Hinten der einzig Schatten spendende Baum im Sector.

 

Peloponnes Tag 6: Sector Zobolo

Die Fahrt zum Klettergebiet wirkt heute um einiges freundlicher als gestern. Unglaublich das an diesem Zipfel, in einer wirklich unwirtlichen Gegend Leutchen auf die Idee kommen Routen zu bohren. Die große Felswand lockt und wir machen uns auf den etwa 10 min Aufstieg. Im Sector Protos Thios angekommen, sind die leichten 5er und 6er  alle schön und null abgegriffen. Im Gegenteil, es macht wieder aua an den Fingern. Witzig ist, dass man sich den ganzen Tagen den Fels hocharbeiten kann. Zwischendurch haben wir mal einen Schauer, aber bei den pieksigen Roten macht das nichts. Am liebsten mochte ich die Route César 6b+ im Sector Ekpedektikes Plakes. Weiter rechts im gleichen Sector zum Abschluss noch zwei Routen, die uns an die Ith Dächer erinnerten, nur ohne Griffe nach dem Dach ;-). Morgen steht noch ein weiterer Tag hier an, wir sind gespannt. Alle Routen sind in humanen Abständen gebohrt, am Umlenker warten zwei getrennt gebohrte Schnapper.

Am Zipfel der Peleponnes: „Zombolo“

Komplett erschlossen, viel Raum zum klettern.

Selbst für Boulderer gäbe es hier unendlich viel zum austoben.

Peleponnes Tag 5: Ruhetag

5.Ruhetag

Und weiter geht die Reise, geplant ist Zobolo, am Südzipfel der Peleponnes. Wir machen einen Abstecher nach Monemvasia, das Gibraltar des Ostens. Die Besichtigung der bezaubernden mittelalterlich ummauerten Stadt und der Zitadelle auf dem Berg ist lohnenswert.

Der Weg nach oben lohnt sich.

Das Gibraltar der Peleponnes

Leider beginnt es zu regnen und der Regen begleitet uns bis Napoli. Kurz südlich Richtung Fels geluschert, stellen wir fest dass der Kletterführer recht hat, um diese Zeit keine Chance auf eine Unterkunft südlich von Neapoli, alles ist verklappt und verlassen. Wir nisten uns in einem Hotel in Neapoli ein. Attraktiv ist es hier nicht, wenigstens nicht um diese Zeit und bei dem Wetter. Wir hoffen auf morgen…, gute Nacht.

 

 

Peloponnes Tag 4: Sector Watermill + Kastraki

Man schaut von der Straße hoch und sieht ein beeindruckendes Felsmassiv, da will man einfach nur hin. Wie gewohnt ist der Zustieg sehr übersichtlich und man wird belohnt mit schönen Touren. Ein paar Touren von 6a bis 6c finden sich im grauen, rauen Fels und sind echt klasse. Links ist eine 6b+ „Smoke on the water“ eine empfehlenswerte 30 m Tour mit der Crux am letzten Bolt. Super Teil. Für Kletterer oberhalb 7 befinden sich im hinteren Teil noch toll aussehende Sintertouren. Uns wird es zu kalt und wir gehen noch in den Sector „Kastraki“ (vom ersten Tag) und genießen dort mit sehr schönen Touren den Sonnenschein. Alle Touren dort sind wirklich toll und null abgegriffen, macht es für die inzwischen wehtuenden Finger nicht leichter ;-).

Fazit Watermill: Tolle, abwechslungsreiche Routen, im unteren Grad 5-6a sehr wenig vorhanden, nach oben offen.

Blick von der Straße hoch auf einem Teil von „Watermill“

„Watermill“

Peloponnes Tag 3: Sector Kapsala

Man muss es einfach genießen über die nagelneu gebaute Straße Richtung Leonidio zu fahren. Null Gegenverkehr und  die Kurve sind gut ausgebaut, ihr wisst was ich meine wenn ihr mal dort entlang gefahren seid. Zum Sector gehts einen steinigen Weg abwärts bis man zu einer beeindruckenden Wand kommt, die über dem Meer liegt. Am Anfang kommen ein paar nette 6 er Touren schön scharf und stufig, dann beginnen die schweren und überhängenden Sintertouren, wo sich zwischendrin noch ein paar leichte 5/6er eingeschummelt haben. Das „need’s more Traffic“ im Führer ist berechtigt, sind die Routen doch alle frisch gebohrt und teilweise bröselig, piecksig und es kommt mal was runter. Der Helm hat seine Berechtigung. Das Gebiet ist sehr empfehlenswert, wer allerdings leicht klettert, sollte darauf achten dass nicht zu viel Traffic dort ist, leichte Routen sind eher rar.

Fazit: Im unteren Bereich 5-6a wenig spektakuläres vorhanden. Nach oben tolle Touren mit Stalaktiten und Co.. Braucht allerdings noch ein paar Begehungen, da viel locker und bröselig ist. Nicht für Kinder geeignet!

Peleponnes Tag 2: Sector Playground

Nach einem ausgiebigen Frühstück ging’s los. Der Fels ist mit max. 20 m nicht wirklich hoch, aber alle 5 er Routen sind absolutes Genußklettern und wirklich zu empfehlen. Die 6 b glänzen mit nix (..in der Hand) in der Mitte und sind kurz und teilweise kräftig (Route „Trambala“), aber dann is man ja auch schon durch, weil hoch sind se nicht wirklich. Sehr schön, vor allen Dingen das Ambiente mit Vogelgezwitscher und kleiner Wiese.

Fazit: Perfekt für Kinder, der Zustieg ist mit 7 min. sehr genehm und es gibt viel Platz am Fels. Für einen Tag genug Routen, verstärkt der 5er Bereich (und die sind echt toll).Die paar 6b sind auch ganz nett, aber nicht herausragend.

Nicht hoch, aber schön: „Playground“

Peleponnes – Griechenland

Kiparissi

Fliegen manche um die halbe Welt, kann man direkt um die Ecke wunderbare Fleckchen entdecken, wo man denkt man träumt. Kiparissi. An der Ostküste der Halbinsel gelegen, zwei Stunden Autofahrt von Sparta. Die Fahrt von Sparta haben wir uns für heute morgen aufgehoben, hat man doch während der Fahrt eine wunderbare Aussicht auf die schneebedeckten Berge hinter Sparta und dann, Richtung Ende der Fahrt, einen tollen Ausblick aufs Meer mit einer beeindruckenden Steilküste. Oben durchs Panoramafenster kann man während der Fahrt die beeindruckenden Felsen bestaunen, bis es runter nach Kiparissi geht. Ein kleines Dörfchen direkt am Meer. Jetzt im März wirkt alles verschlafen. Es gibt einen einzigen,kleinen Supermarkt, ein paar Restaurants haben geöffnet, ansonsten sind die Bürgersteige hochgeklappt. Unser Appartment mit Terrasse und Blick auf das Meer, „Cavo Kortia“ sieht neu gebaut aus, ist liebevoll hergerichtet und sehr empfehlenswert.

Aussicht auf die Bucht von Kiparissi

Unsere Unterkunft „Cavo Kortia“

Sector Kastraki

Uns jucken die Finger und wir machen uns auf zum Hausfels „Kastraki“. Zwei 6a und zwei 6a+ in praller Sonne reichen für den ersten Tag (und den ersten Tag am Fels dieses Jahr). Prompt ist mein Zeigefinger offen. Hier ist nichts abgespeckt sondern alles recht scharf. Humane Touren zum warm klettern und um Lust auf mehr zu holen, gut abgesichert und teilweise 35 m hoch. Mit Blick auf Kiparissi und das Meer, was will man mehr. Ein zweiter Tag lohnt sicherlich, der Zustieg dauert lächerliche 5 Minütchen.

Fazit: Für einen recht schlicht aussehenden Fels, sind hier super tolle Routen, vorn am Fels leichter, weiter hinten schwerer. Nichts abgegriffen. Man kann locker mal 2 Tage hier verbringen.

Aussicht vom Sector Kastraki auf die Bucht von Kiparissi