Archiv für den Monat: November 2016

Anagagebirge – Teneriffa

Unseren dritten Restday haben wir mit einem Trip ins Anagagebirge verbracht. Wir müssen beichten dass wir sehr faul waren (Ruhetag entsprechend), da wir nur eine Rundtour mit dem Auto, ohne groß wandern, gemacht haben. Trotzdem lohnt sich der Ausflug. Wir sind morgens um 7 Uhr gestartet, ganz nach Empfehlung des Reiseführers (ab Mittag befindet sich das Gebirge oft in Nebelschwaden). Nur die Rundfahrt allein schon ist atemberaubend, ist bis dato die Insel trocken und karg gewesen, meint man im Anagagebirge im brasilianischen Regenwald gelandet zu sein. Dicht bewachsen, feucht und grün ohne Ende. Belohnt wird man mit unglaublichen Aussichten. Empfehlenswert ist der Aussichtspunkt Mirador Pico de Ingles. Der Abstecher anschließend nach Taganana ist auch sehr lohnenswert, die rauhe felsige Landschaft ist jedes Bild wert. Allerdings!!! Wir waren morgens um 9 Uhr dort und es war leer und seeehr ruhig. Nach den Restaurants dort zu urteilen, werden täglich Massen an Touris ankarren…Die Uhrzeit daher für einen Abstecher gut abwägen. Nach Taganana dachten wir der Arsch der Welt ist bestimmt sehenswert. Chamorga. Ne, ist er nicht wenn man nicht wandern möchte. Bestimmt super als Ausgangspunkt für Wandersessions, sonst nicht.

Zurück unten am Meer lohnt sich kein Trip von San Andres nach Igueste de San Andres. Es gibt nichts zu sehen und auch kein nettes Restaurant dort.

Auf dem Weg zurück back home nach Granadilla haben wir unser Herz ans „Café del Mar“ in Poris de Abona verloren, der Oktopussalat ist der Hammer und der kleine Strand nett zum baden.

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Tollen Ausblick auf rauhe Felsen am Playa de San Roque

 

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Taganana, knuddeliges Dörfchen am Hang gelegen.

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Teide – Teneriffa

Unseren ersten Restday haben wir mit einer Wanderung am Teide verbracht. Auf dem Teide waren wir leider nicht (aus gesundheitlichen Gründen bei mir nicht machbar), aber auch eine Wanderung bis auf 2748 m am Teide ist sehr lohnenswert. Die Seilbahn haben wir uns gespart, die Massen an Autos an der Basisstation haben uns abgeschreckt.

Die Fahrt durch den Krater alleine ist schon sehenswert. Wer noch nicht auf den Kanaren war, wird mit einer ungewohnt schroffen aber beeindruckenden Steinlandschaft überrascht, automatisch versucht man sich vorzustellen wie das alles entstanden ist. Als Mittelpunkt krönt der Teide. 3718 m hoch.

Geparkt haben wir an der TF-21 und sind dann den Sendero 7 über Ziehwege an den Huevos del Teide (Eier der Teide) vorbei (an denen man nicht bouldern darf :-() bis auf den Montana Blanca mit einer herrlichen Aussicht über den Krater, atemberaubend. Wer weiter auf den Teide will: Ab dann wird es steil! Unsere Tour war insgesamt etwa 11 km und sehr zu empfehlen.

Auf dem Rückweg sind wir in Vilaflor im „Casa Pana“ eingekehrt. Schlanke Speisekarte, aber alles super lecker. Auf jeden Fall Platz für die Nachspeise lassen.

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Masca-Schlucht – Teneriffa

Unser zweiter Restday steht an und wir haben uns für eine Wanderung in der Masca-Schlucht entschieden. Ja, Masca ist super touristisch und auch der Weg dort hin kann aufgrund ängstlich fahrender Touristen anstrengend sein. ABER: Die Schlucht ist ein Muss! Zumal die meisten der Touris gar nicht in die Schlucht reingehen, sondern sich oben an diversen Souvenirshops und Restaurants aufhalten und wieder abdüsen. Übrig bleibt ein kleinerer Anteil der sich von 620 auf 0 Höhenmeter 2-2,5 Stunden durch die Schlucht kämpft. Und die ist atemberaubend Sehenswert. Nahezu unberührt (trotz dem Tourismus) schlängelt sich der Weg durch eine schwarze, imponierende Lavagesteinschlucht mit Bambushöhlen, kleinen Klettereinlagen und einem Flussbett mit klitschigen Steinen. Am Ende wird man mit einem schönen Blick auf das Meer belohnt und kann sich bei einer Rast überlegen ob man zurückläuft oder mit dem Boot nach Los Gigantes fährt. Daniel ist gelaufen und ich bin Boot gefahren. Die optimale Lösung wenn man mit dem Auto nach Masca gefahren ist, ich wollte nicht diesen Weg von Los Gigantes nach Masca mit einem Bus zurücklegen. Übrigens ist Los Gigantes grottenhässlich und ich war froh als mich Daniel wieder aufgegabelt hat.

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Tanz auf dem Vulkan – Teneriffa

Dieses Jahr haben wir uns für unseren Spätherbsturlaub (Anfang November) die Kanaren ausgesucht, genauer gesagt Teneriffa. Mit dem Wetter haben wir voll ins Schwarze getroffen. 14 Tage lang 20 Grad mehr als in Deutschland, also, je nachdem wie hoch man sich befindet, zwischen 18 und 24 Grad. Sonnenschein hat uns jeden Tag begleitet, aber auch ein paar Wolken (mal auch mehr) und teilweise ein sehr kräftiger Wind. Insofern ist es gut dass sich einige der Klettergebiete in Schluchten befinden, wo man vor dem Sturm weitgehend geschützt ist. Das Kletterniveau auf Teneriffa ist teilweise recht hoch, aus diesem Grund haben wir nicht alle Gebiete abgeklappert.

Arico
El Rio
El Hoyo
Guia de Isora
Canadas
Tamadaya
Planeta Zarza

Wir sind losgezogen und dachten ‚lass unsere Fingerchen sich erst mal an den Fels gewöhnen‘. Pustekuchen. Wenn man denkt dass die ganze Insel aus Lavagestein besteht und Lava eben Lava ist, findet ganz schnell heraus dass jedes der o.g. Klettergebiete aus anderen Gesteinsformationen besteht. So eine Vielfältigkeit auf einem relativ kleinen Stückchen Erde ist seeeehr beeindruckend. Es ist alles dabei was das Herz begehrt: Sloper, Risse, Stufen, Henkel, Löcher etc..

Die Zustiege sind meist kurz und gehen in Schluchten runter, bis auf Guia de Isora und Canadas (15-20 min relativ ebenerdig).

Tourismus auf dieser Insel wird um diese Zeit groß geschrieben,sie ist voll. Jedoch sind wir Kletterer meist unter uns und die Zahl hält sich angenehm in Grenzen. Mit Auto kommt man ohne Probleme überall hin, Sprit ist günstig.

Kurz und knapp: Teneriffa ist sehr empfehlenswert.

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„El Hoyo“ – Klettern an ausgewaschenem, sloprigen Fels.

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„Las Canadas“ – Rauhe Felsformation in 2300 m Höhe mit einem beeindruckenden Ausblick auf den Teide.

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„La Guia de Isora“ – Schöne lange Routen mit einem Blick tief in die Schlucht und auf La Gomera.

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„El Rio“ – Hohe Wände, im vorderen Bereich Plattenkletterei an rotem Fels.

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„Tamadaya“ – Krasse Unterschiede in einer Schlucht. Sloprig und glatt, gegenüber griffig und rauh.