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Immer wieder Kalymnos

Es war ja nicht das erste Mal Kalymnos und es ist nicht unser erster Bericht von der Kletterinsel, aber es ist halt immer wieder ein Träumchen dort ein paar Tage genießen zu dürfen. Gerade um diese Jahreszeit ist es ein toller Ausklang des Sommers, bevor man sich wieder dem usseligen Deutschlandwetter hingibt.

Aus dem Grund berichte ich nur von den Klettergebieten wo ich bisher noch nicht war.

Skalia Balcony 

Die Insel ist dieses Jahr um die Zeit echt voll. Vielleicht liegt es an der momentanen politischen Situation in der Türkei dass man nie alleine am Fels ist. Daher tut ein bisl laufen gut, denn in den Klettergebieten mit den längeren  Zustiegen sind meist nicht so viel Leute. Entspannt gelaufen ist man in 20-25 min am Sektor Skalia Balcony. Die Routen sind gut abgesichert und wenig abgegriffen. Wer auf Chickenheadklettern steht (iiiich !!) ist hier herzlich Willkommen. Hier tun die Pfoten weh und stehen muss man auf kleinen, krumpeligen Chickenheads, die aber erstaunlicherweise gut halten. Fraukestyle eben 🙂 . Fallen nicht empfohlen, der Fels ist echt scharf.

Skalia Balcony

Gerakios – Trois Ilots (right + left)

Schon interessant dass ein Klettersektor so unterschiedlich bewertet sein kann. Trois Ilots right ist mit durchaus knackigen Touren einer der schwerer bewerteten Teile von Gerakios. Hier kann mal eine 6b schwerer sein als gedacht. Nichtsdestotrotz, tolle und abwechslungsreiche Touren. Tetonne Pas (6a+) ist eine Genießertour mit Ende an einem Buckelchen.

 

Crystal Line (6a)

Empfehlung: Hier befindet sich für mich die mit schönste Klettertour Kalymnos: Crystal Line (6a). Unabhängig der Schwierigkeit sollte jeder die Tour gesehen haben. Der Einstieg ist blöde, aber dann ist es eine regelrechte Sightseeingtour durch Höhlen mit wunderbaren Kristallansammlungen.
Gerakios trois left ist wirklich reine Genusskletterei mit Spaßtouren, die aber echt sehr leicht für Ihren Grad sind. Somit perfekt für den ersten oder letzten Tag am Fels (bei uns war es der Letzte). AP. Wall (6a+) ist mit die längste Tour hier, aber macht richtig Fun.

 

 

Arginonta Valley

Wer nicht das erste Mal auf Kalymnos ist kennt den Esel der gerne iii-aahhhhh schreit. Bis dato habe ich ihn aber nie gesehen. Jetzt schon, das ist er:

Streckt der mir doch tatsächlich die Zunge raus

 

An dem muss man vorbei wenn man zum Sektor will. Wollen wir ihm einen Namen geben? Vorschläge erwünscht…

 

Fridolin? King-Kong ? Brösel?

 

 

 

Den Sektor kann man kaum verpassen, steht doch inmitten der etwas, wie soll ich es sagen, von den Griechen vernachlässigten Landschaft, ein von der EU gesponsertes Tor. Irgendwie echt abgefahren und fraglich notwendig. Von hier blickt man schon auf den Sektor. Wer auf Kletterhallenstyle steht ist hier gut aufgehoben. Kurzer Anstieg und gut gesicherte Touren. „Middle Wall“ ganz nett für einen Tag, mit ähnlichen Touren nebeneinander. Allerdings gebe ich dem Gebiet noch ein- zwei Jährchen und dann ist das alles abgespeckt. Gut für heiße Tage, der Fels liegt im Schatten.

Voll die Kletterhalle

Arginonta Skyline

Noch so ein Gebiet, wo nicht jeder gerne hinlatscht. Gerade das mit hinterste Gebiet „Ovoland“. Empfehlung: Durchaus mal eine Stirnlampe einpacken. Wir haben uns auf dem Rückweg verzettelt (andere auch… somit sind wir nicht die einzigen gewesen). Wenn es dunkel wird kann es echt spannend werden, weil man doch mal genauer schauen muss wo der Weg ist. Ein Tip: Immer an den Felsfüßen entlang. Wenn man auf dem Rückweg plötzlich von oben runter auf eine Felswand schaut, ist man falsch, lach…

Ovoland gehört zu den geschenkten Gebieten. Eine Tour nach der anderen easy bewertet, was nach er dritten Tour langweilig wird. Wechselt man zu „Little Vernon“ sieht es da schon anders aus. Hier sind ganz unterschiedliche Touren, von mini kleingriffig zu überhängend und schwer. Hier ist die Tour Anazitisi (6b) echt empfehlenswert (obwohl vor uns einer schimpfend runter kam, ist halt doch Geschmacksache). Langweilig ist sie jedenfalls nicht und man muss halt seinen Füßen trauen. Wir fanden sie klasse.

Little Verdon

 

Sodele, das war’s… die restlichen Gebiete sind nix neues auf Kalymnos, bzw. wurden auf unserem Blog schon kommuniziert. Schade fand ich diesmal die vielen Mietwagen, die in Missouri die Straßen verstopft haben. Mit dem Roller über die Insel pesen ist für mich immer noch DER Kalymnienstyle, aber jedem wie er meint….

 

Oberes Donautal

Unser Ziel ist die Ecke um Beuron/Sigmaringen. Erhascht einen Blick auf das Schloss von Sigmaringen und taucht dann in eine zauberhafte Landschaft ein. Die Straße führt direkt durch das Donautal und man blickt auf beeindruckende Felsformationen, die hoch aus den Wäldern herausragen. Wow… Dachten wir der Campingplatz „Wagenbau“ in Hausen i. Tal ist ein überfüllter und lauter Dauerwagenplatz, mit Gärtchen und Co., werden wir sehr positiv überrascht. Ein kleiner muggeliger Campingplatz zum Wohlfühlen. Es ist alles da was man braucht, sogar eine Schwimmeinlage in der Donau ist drin. Die Bewirtung ist super nett und Mo,Mi,Fr gibt es frisch gebackenen Flammkuchen aus dem Ofen. Bombe! Bombe auch der Panoramablick auf die Felsen, da geht das Kletterherz auf (allerdings kann man an denen nicht klettern, erst weiter hinten).http://www.camping-wagenburg.de/

Entspannt den Tag starten

Apropos klettern… Wer Spalten und Rissklettern ohne Tritte üben will, ist hier im Paradies. Geniale und schön hohe Touren an beeindruckendem Fels. Die Auswahl ist wahnsinnig groß und die Landschaft echt wunderbar. Die Bewertung ist unserer Meinung nach ernsthaft, da kann eine 6+ schon eine Herausforderung sein. Zusätzlich haben wir einen ollen Kletterführer (Donautal 12. Auflage), wir merken dass ein paar Routen und Haken im Führer fehlen. Aber Daumen hoch 👍 für das Klettergebiet.

Blick nach oben. „Donaucalanques“

Die Hausenser Felsen

„Donaucalanques“. Klettern direkt an der Donau

Ein Stück „Hausener Felsen“

Restday: Eine Radeltour ist unumgänglich und ein MUSS. Gleich in Hausen ist ein super netter Fahrradverleih, aber nicht nur Fahrräder, auch Kletterzeugs kann man dort ausleihen. http://www.valleybike.de/.Wir sind etwa 20km, die Donau aufwärts Richtung Tuttlingen, geradelt. Bergauf, bergab, eine Genießertour mit Zwischenstopps zum verschnaufen. Alleine ist man nie, wir denken fast das Kletterer hier in der Minderzahl sind. Haufenweise Radler sind hier unterwegs.

Auch zum paddeln lädt die Donau ein

Weitere Empfehlungen:

http://www.laizer-apotheke.de/.    Der nette Apotheker hat mich noch von den Spinnweben aus der Kletterroute befreit. Voll herzig.

Bistro Freiraum, Hauptstr. 32, 72488 Sigmaringen. Schräg der o.g. Apotheke gegenüber. Ein Geheimtipp mit selbstgemachter Kartoffelsuppe und gemütlichen Ambiente.

So isses!

Die Fränkische

Was soll man sagen, immer wieder ein wunderbares Reiseziel. Ob klettern, paddeln oder Höhlen erforschen, für jedermann was dabei. Zum klettern muss man ja nix großes mehr sagen, ist doch alles erschlossen und in Kletterführern (Band 1+2 Frankenjura, südliches Frankenjura) festgehalten.

„Zwergenschloss“ – schöner Kletterfels

An Restdays können wir euch sehr die Therme-Obernsees empfehlen. Der Saunabereich hat alles was das Herz begehrt und wenn man auf softe Massagen steht, können diese gleich mit gebucht werden.
Paddeln auf dem Wiesent ist ein toller Spaß. Bei den Tagestouren (5 Std.) nimmt man die meisten Stromschnellen mit (macht am meisten Gaudi). Achtung: einnässen garantiert 😜. Also Ersatzkleidung nicht vergessen. Der Verleih in Muggendorf http://www.aktiv-reisen.com/bootsverleih-2 fährt einen Stromaufwärts und man paddelt nach Muggendorf zurück. Letztes Jahr waren wir bei http://www.leinen-los.de/kajakverleih.html. Da startete man direkt beim Verleih (Behringersmühle) und konnte so weit paddeln wie man mochte. Mit einem Anruf würde man entsprechend abgeholt. Aber! Wir waren außerhalb der Saison dort und es war nicht viel los.

 

Wer Bock auf wandern hat, geht halt wandern. Verbunden mit netten Höhlen ist das auch nicht mehr so langweilig. Wir haben gegoogelt und eine 5km Höhlen-Tour um Muggendorf gefunden. Echt beeindruckend und empfehlenswert ist die Rosenmüllershöhle am Ende der Strecke. Stirnlampen nicht vergessen, sonst isses stockfinster.

Rosenmüllershöhle

Essen: Nicht verpassen darf man „Zur guten Einkehr“ in Morschreuth und „Gasthof Stern“ in Gößweinstein (viele liebe Grüße an Bernd). Herzhaftes fränkisches Essen, super lecker, aber auch Vegetarier kommen auf ihre Kosten.

 

Peleponnes Tag 8: Nafpliou, Sector Neraki

Um Morgen dem Flughafen näher zu sein, haben wir uns auf den Weg Richtung Korinth gemacht, mit einem Abstecher nach Nafpliou, zum klettern. Ausgesucht haben wir uns den Sector Neraki, der sich mit blauen Himmel, Sonnenschein und wunderbaren Meerblick von seiner besten Seite zeigt. Zum parken ist um diese Jahreszeit genug Platz, sieht aus als könnte man hier wildcampen, es stehen ein paar Campingbusse hier. Am Fels angekommen, machen wir ein paar Touren im grauen Gestein, die wieder mal piecksig, griffig, aber auch etwas abgespeckt und trotzdem ganz nett sind. Im roten Kalkbereich sind die Routen sehr abgespeckt und nicht so dolle, zumindest die Leichten. Nafpliou ist Einzugsgebiet von Athen, denke die Fluktuation an dem Fels ist recht hoch. Die graue 6b (Kastoras), mit knackigem Einstieg ist superschön.

Fazit: Denke andere Gebiete sind attraktiver zum klettern, trotzdem sind ein paar nette Routen dabei. Zum schwimmen und sonnenbaden ein geniales Plätzchen.

Kälter als gedacht, aber ein Träumchen.

 

Peloponnes Tag 7: Sector Zobolo

Statt Regen haben wir heute Sturm, und das nicht zu knapp. Begonnen im Sector East Zobolo mit 4 Routen, die irgendwie alle gleich spitz und aua waren (und keinen Wiedererkennungswert) sind wir, nachdem wir in den Routen weggepustet wurden, wieder rüber auf die andere Seite. Nach einer weiteren Fingeraua „Finikodasos“ war ich etwas down und hatte erst mal kein Bock mehr auf die spitzen, scharfen Dinger. Nach einem Ausflug in den Sector Aspa sind wir in die „Vourogiorgis the Pirate“ 6a und die „Opa“ 6c+ eingestiegen und waren begeistert. Die Einstiege wirklich knackig, war der Rest reine Genusskletterei. Und: Kein Fingeraua, einfach toll. Am Ende haben wir noch einen Abstecher zum Fossil Forrest gemacht, allerdings hatten wir uns das doch ein bißchen anders vorgestellt. Die Fossilien haben wir gesucht und… naja, waren das die Muscheln im Beton? Vielleicht hätten wir uns etwas eingehender mit der Materie beschäftigen müssen 😉

Fazit: Fantastischer Fels, nichts abgegriffen, für jeden etwas zum austoben dabei. Hier kann man locker 2-3 Tage verbringen.

Man hat einen wunderbaren Blick auf´s Meer

Hinten der einzig Schatten spendende Baum im Sector.

 

Peloponnes Tag 6: Sector Zobolo

Die Fahrt zum Klettergebiet wirkt heute um einiges freundlicher als gestern. Unglaublich das an diesem Zipfel, in einer wirklich unwirtlichen Gegend Leutchen auf die Idee kommen Routen zu bohren. Die große Felswand lockt und wir machen uns auf den etwa 10 min Aufstieg. Im Sector Protos Thios angekommen, sind die leichten 5er und 6er  alle schön und null abgegriffen. Im Gegenteil, es macht wieder aua an den Fingern. Witzig ist, dass man sich den ganzen Tagen den Fels hocharbeiten kann. Zwischendurch haben wir mal einen Schauer, aber bei den pieksigen Roten macht das nichts. Am liebsten mochte ich die Route César 6b+ im Sector Ekpedektikes Plakes. Weiter rechts im gleichen Sector zum Abschluss noch zwei Routen, die uns an die Ith Dächer erinnerten, nur ohne Griffe nach dem Dach ;-). Morgen steht noch ein weiterer Tag hier an, wir sind gespannt. Alle Routen sind in humanen Abständen gebohrt, am Umlenker warten zwei getrennt gebohrte Schnapper.

Am Zipfel der Peleponnes: „Zombolo“

Komplett erschlossen, viel Raum zum klettern.

Selbst für Boulderer gäbe es hier unendlich viel zum austoben.

Peleponnes Tag 5: Ruhetag

5.Ruhetag

Und weiter geht die Reise, geplant ist Zobolo, am Südzipfel der Peleponnes. Wir machen einen Abstecher nach Monemvasia, das Gibraltar des Ostens. Die Besichtigung der bezaubernden mittelalterlich ummauerten Stadt und der Zitadelle auf dem Berg ist lohnenswert.

Der Weg nach oben lohnt sich.

Das Gibraltar der Peleponnes

Leider beginnt es zu regnen und der Regen begleitet uns bis Napoli. Kurz südlich Richtung Fels geluschert, stellen wir fest dass der Kletterführer recht hat, um diese Zeit keine Chance auf eine Unterkunft südlich von Neapoli, alles ist verklappt und verlassen. Wir nisten uns in einem Hotel in Neapoli ein. Attraktiv ist es hier nicht, wenigstens nicht um diese Zeit und bei dem Wetter. Wir hoffen auf morgen…, gute Nacht.

 

 

Peloponnes Tag 4: Sector Watermill + Kastraki

Man schaut von der Straße hoch und sieht ein beeindruckendes Felsmassiv, da will man einfach nur hin. Wie gewohnt ist der Zustieg sehr übersichtlich und man wird belohnt mit schönen Touren. Ein paar Touren von 6a bis 6c finden sich im grauen, rauen Fels und sind echt klasse. Links ist eine 6b+ „Smoke on the water“ eine empfehlenswerte 30 m Tour mit der Crux am letzten Bolt. Super Teil. Für Kletterer oberhalb 7 befinden sich im hinteren Teil noch toll aussehende Sintertouren. Uns wird es zu kalt und wir gehen noch in den Sector „Kastraki“ (vom ersten Tag) und genießen dort mit sehr schönen Touren den Sonnenschein. Alle Touren dort sind wirklich toll und null abgegriffen, macht es für die inzwischen wehtuenden Finger nicht leichter ;-).

Fazit Watermill: Tolle, abwechslungsreiche Routen, im unteren Grad 5-6a sehr wenig vorhanden, nach oben offen.

Blick von der Straße hoch auf einem Teil von „Watermill“

„Watermill“

Peloponnes Tag 3: Sector Kapsala

Man muss es einfach genießen über die nagelneu gebaute Straße Richtung Leonidio zu fahren. Null Gegenverkehr und  die Kurve sind gut ausgebaut, ihr wisst was ich meine wenn ihr mal dort entlang gefahren seid. Zum Sector gehts einen steinigen Weg abwärts bis man zu einer beeindruckenden Wand kommt, die über dem Meer liegt. Am Anfang kommen ein paar nette 6 er Touren schön scharf und stufig, dann beginnen die schweren und überhängenden Sintertouren, wo sich zwischendrin noch ein paar leichte 5/6er eingeschummelt haben. Das „need’s more Traffic“ im Führer ist berechtigt, sind die Routen doch alle frisch gebohrt und teilweise bröselig, piecksig und es kommt mal was runter. Der Helm hat seine Berechtigung. Das Gebiet ist sehr empfehlenswert, wer allerdings leicht klettert, sollte darauf achten dass nicht zu viel Traffic dort ist, leichte Routen sind eher rar.

Fazit: Im unteren Bereich 5-6a wenig spektakuläres vorhanden. Nach oben tolle Touren mit Stalaktiten und Co.. Braucht allerdings noch ein paar Begehungen, da viel locker und bröselig ist. Nicht für Kinder geeignet!

Peleponnes Tag 2: Sector Playground

Nach einem ausgiebigen Frühstück ging’s los. Der Fels ist mit max. 20 m nicht wirklich hoch, aber alle 5 er Routen sind absolutes Genußklettern und wirklich zu empfehlen. Die 6 b glänzen mit nix (..in der Hand) in der Mitte und sind kurz und teilweise kräftig (Route „Trambala“), aber dann is man ja auch schon durch, weil hoch sind se nicht wirklich. Sehr schön, vor allen Dingen das Ambiente mit Vogelgezwitscher und kleiner Wiese.

Fazit: Perfekt für Kinder, der Zustieg ist mit 7 min. sehr genehm und es gibt viel Platz am Fels. Für einen Tag genug Routen, verstärkt der 5er Bereich (und die sind echt toll).Die paar 6b sind auch ganz nett, aber nicht herausragend.

Nicht hoch, aber schön: „Playground“