Archiv der Kategorie: Outside

Ötztal 2 Tages Tour mit Gletscherblick

Na toll, auf dem Weg ins Ötztal freut sich die Radiomoderatorin darauf zu berichten, das Morgen der heißeste Tag das Jahres erwartet wird. 37 Grad sind vorhergesagt. In Vent auf 1890m wird es zum Glück wohl nicht ganz so warm.

Start, nach einer recht kurzen Nacht, um 8:30 Uhr in Richtung Vernagthütte. Auf 2755m angekommen, gibt es eine lecker Suppe und viel zu trinken, es ist wirklich warm und der Weg führt leider nur durch die Sonnenhänge. Weiter geht es zur Mittleren Guslarspitze auf 3147m. Im Grunde recht unspektakulär, betrachtet man aber den Unterschied wie es vor einem Jahr aussah, muss man schon etwas schmunzeln.

Ab jetzt geht es nur noch Bergab zum Hochjoch Hospiz auf 2413m. Eine kleine aber sehr schöne Hütte mit einem super netten Wirt.

Am nächsten Tag habe ich mich entschieden eine Übernachtung auszulassen und heute nach der Tour noch abzusteigen. Los geht es Richtung Saykogel.

Der Blick auf die Gletscher direkt nebenan ist schon überwältigend. Erschreckend ist jedoch die Tatsache dass diese früher viel größer waren und derzeit recht schnell an Masse verlieren.

Nach der Überschreitung des Saykogel geht es über die Martinbuschhütte zurück nach Vent zum Auto. Da es noch früh ist, fahre ich noch in die Therme um mich in der Sauna zu erholen.

Ich kann dir Tour empfehlen. Ohne Gletscherausrüstung kommt man dem Eis sehr nah und dafür sehr viel geboten.

Links:

Vent, Vernagthütte, Guslarspitze, Hochjoch Hospiz, Saykogel, Martin-Busch- Hütte

Wilder Kaiser 3. und letzter Tag

Wir sind etwas erschöpft von den Vortagen und entschließen uns zu gemütlicher Kletterei in kurze Routen mit 3 Seillängen. Malte muss noch Heim fahren und ich will ja noch weiter ins Ötztal. An der Wildangerwand, so quasi auf dem Heimweg, steigen wir trotz der Nässe noch in Via Christine 4 (60m) und Donnerwetter 5+ (75m) ein, zwei leichte Routen und genießen die Sonne noch etwas.

Blick zurück auf den Wilden Kaiser

Wilder Kaiser Tag 2

Zum Glück der letzte Aufstieg von der Alm ;-), die nächste Nacht habe wir eine Unterkunft im Strips. Der Weg führt uns diesmal zur Nordwand „Sakko und Bügelfalte“ 6+ – Danke Bernhardt für die Empfehlung! Die zweite Seillänge mit einer Wasserrinne, schön Luft unterm Hintern und nicht leicht, aber genial wenn man erst mal durch ist. Danach behält die Tour ihren Grad. Das Abseilen über die Route war dann doch die schnellste Talfahrt oder soll ich sagen der schnellste Weg zum Kaiser Schmarrn ;-).

Ziemlich weit rechts geht es los..

Wilder Kaiser Tag 1

Der 500m Aufstieg von der Gießener Alm hoch zum Totenkirchl Sockel war aufgrund der feuchten Wärme anstrengend. Den Einstieg zur Route Stripsenzahn 5+ haben wir dann aber doch recht schnell gefunden. Die ersten 35 m, und die letzten 80 m der insgesamt 250 m Tour waren die Anstrengung wert. Nach dem Ausstieg aus dem etwas anstrengenden Kamin kommen oben entspannte letzte Meter, die Route ist echt Genuss pur. Ein letzter Blick die 250m Wand runter, bevor man oben vom Sonnenschein begrüßt wird. So macht klettern Spaß.

Eine großen Dank an Malte für das tolle Abenteuer.

Blick von unten auf die Route Stripsenzahn

Peleponnes Tag 8: Nafpliou, Sector Neraki

Um Morgen dem Flughafen näher zu sein, haben wir uns auf den Weg Richtung Korinth gemacht, mit einem Abstecher nach Nafpliou, zum klettern. Ausgesucht haben wir uns den Sector Neraki, der sich mit blauen Himmel, Sonnenschein und wunderbaren Meerblick von seiner besten Seite zeigt. Zum parken ist um diese Jahreszeit genug Platz, sieht aus als könnte man hier wildcampen, es stehen ein paar Campingbusse hier. Am Fels angekommen, machen wir ein paar Touren im grauen Gestein, die wieder mal piecksig, griffig, aber auch etwas abgespeckt und trotzdem ganz nett sind. Im roten Kalkbereich sind die Routen sehr abgespeckt und nicht so dolle, zumindest die Leichten. Nafpliou ist Einzugsgebiet von Athen, denke die Fluktuation an dem Fels ist recht hoch. Die graue 6b (Kastoras), mit knackigem Einstieg ist superschön.

Fazit: Denke andere Gebiete sind attraktiver zum klettern, trotzdem sind ein paar nette Routen dabei. Zum schwimmen und sonnenbaden ein geniales Plätzchen.

Kälter als gedacht, aber ein Träumchen.

 

Peloponnes Tag 7: Sector Zobolo

Statt Regen haben wir heute Sturm, und das nicht zu knapp. Begonnen im Sector East Zobolo mit 4 Routen, die irgendwie alle gleich spitz und aua waren (und keinen Wiedererkennungswert) sind wir, nachdem wir in den Routen weggepustet wurden, wieder rüber auf die andere Seite. Nach einer weiteren Fingeraua „Finikodasos“ war ich etwas down und hatte erst mal kein Bock mehr auf die spitzen, scharfen Dinger. Nach einem Ausflug in den Sector Aspa sind wir in die „Vourogiorgis the Pirate“ 6a und die „Opa“ 6c+ eingestiegen und waren begeistert. Die Einstiege wirklich knackig, war der Rest reine Genusskletterei. Und: Kein Fingeraua, einfach toll. Am Ende haben wir noch einen Abstecher zum Fossil Forrest gemacht, allerdings hatten wir uns das doch ein bißchen anders vorgestellt. Die Fossilien haben wir gesucht und… naja, waren das die Muscheln im Beton? Vielleicht hätten wir uns etwas eingehender mit der Materie beschäftigen müssen ;-)

Fazit: Fantastischer Fels, nichts abgegriffen, für jeden etwas zum austoben dabei. Hier kann man locker 2-3 Tage verbringen.

Man hat einen wunderbaren Blick auf´s Meer

Hinten der einzig Schatten spendende Baum im Sector.

 

Peloponnes Tag 6: Sector Zobolo

Die Fahrt zum Klettergebiet wirkt heute um einiges freundlicher als gestern. Unglaublich das an diesem Zipfel, in einer wirklich unwirtlichen Gegend Leutchen auf die Idee kommen Routen zu bohren. Die große Felswand lockt und wir machen uns auf den etwa 10 min Aufstieg. Im Sector Protos Thios angekommen, sind die leichten 5er und 6er  alle schön und null abgegriffen. Im Gegenteil, es macht wieder aua an den Fingern. Witzig ist, dass man sich den ganzen Tagen den Fels hocharbeiten kann. Zwischendurch haben wir mal einen Schauer, aber bei den pieksigen Roten macht das nichts. Am liebsten mochte ich die Route César 6b+ im Sector Ekpedektikes Plakes. Weiter rechts im gleichen Sector zum Abschluss noch zwei Routen, die uns an die Ith Dächer erinnerten, nur ohne Griffe nach dem Dach ;-). Morgen steht noch ein weiterer Tag hier an, wir sind gespannt. Alle Routen sind in humanen Abständen gebohrt, am Umlenker warten zwei getrennt gebohrte Schnapper.

Am Zipfel der Peleponnes: „Zombolo“

Komplett erschlossen, viel Raum zum klettern.

Selbst für Boulderer gäbe es hier unendlich viel zum austoben.